In unseren März-News geht es um Zuschüsse für unverheiratete Paare, Kinder aus Embryospenden und eine geplante Gebärmuttertransplantation.

Zuschuss auch für Unverheiratete

Zu Jahresbeginn hat eine Meldung aus dem Familienministerium für Hoffnung bei vielen unverheirateten Paaren mit Kinderwunsch gesorgt: Sie können künftig einen Zuschuss zur künstlichen Befruchtung erhalten. Allerdings nicht von den Krankenkassen, sondern vom Staat. Familienministerin Manuela Schwesig sorgte dafür, dass Paare vom Bund für die ersten drei Behandlungen mit bis zu 12,5 Prozent unterstützt werden können und für die vierte Behandlung mit bis zu 25 Prozent.

Leider gibt es noch eine entscheidende Einschränkung: Die finanzielle Hilfe vom Bund können nur Paare erhalten, die ihren Wohnsitz in einem der Bundesländer haben, die derzeit ein eigenes Förderprogramm besitzen und dadurch an die Gelder des Bundes kommen. Das trifft derzeit nur auf Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu, wie die Ärztezeitung berichtet.

Embryospende: Kinder dürfen Herkunft erfahren

Zugegeben, es ist eine Frage für Fortgeschrittene. Aber Paare, die nach einer ICSI noch befruchtete Eizellen übrig haben, stellen sie sich: Was tun mit den übrig gebliebenen Embryonen? Sie können gespendet werden, sodass eine fremde Frau mit ihnen schwanger werden kann.

Der Ethikrat hat nun entschieden, was die Kinder aus solchen Embryospenden wissen dürfen: Ab einem Alter von 16 Jahren sollen sie erfahren können, wer ihre biologischen Eltern sind und ob sie genetische Geschwister haben.

Einem Bericht zufolge bietet das Verfahren allerdings sehr geringe Schwangerschaftschancen: Bis Ende 2015 sind 45 übrig gebliebene Embryonen anderen Frauen eingesetzt worden, es kam aber nur zu 15 Schwangerschaften und zu sieben Geburten.

Gebärmutter-Transplantation geplant

Es gibt immer noch Operationen, die in Deutschland auf ihre Premiere warten – die Gebärmutter-Transplantation gehört dazu. Die Uniklinik Erlangen plant als erste Klinik diese Operation, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Frauen ohne Gebärmutter können damit gespendete Organe erhalten und sollen damit auch schwanger werden können.

Dass das grundsätzlich möglich ist, weiß man aus Schweden: Dort ist 2014 nach einer Gebärmutter-Transplantation ein erstes Kind ausgetragen worden. Zur vollen Wahrheit gehört aber auch, dass der Eingriff sehr schwerwiegend war und die Schwangerschaft nicht komplikationsfrei verlaufen ist.

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