Der Winter mit seinen häufigen Infekten erschwert den Kinderwunsch – doch das Frühjahr bringt neue Chancen!

Die Temperaturen steigen und die diesjährige Grippesaison scheint überstanden. Doch sehr viele Menschen haben in den letzten Monaten eine Grippe oder eine schwere Erkältungen mit hohem Fieber durchgemacht. Alleine über 300.000 Fälle von Influenza sind registriert worden. Selbst nach der Genesung fühlen sich Betroffene für einige Wochen noch schlapp.

Da ist es wenig erstaunlich, dass auch die Fruchtbarkeit nach einer fiebrigen Krankheit kurzzeitig beeinträchtigt sein kann. Das sollten Paare mit Kinderwunsch im Hinterkopf behalten, wenn sie unmittelbar nach einem frisch ausgestandenen Infekt schwanger werden wollen.

Spermien mögen keine Hitze

Die Spermienbildung findet nicht ohne Grund ausgelagert in den Hoden statt: Dort ist die Temperatur ein paar Grad niedriger als im Körperinneren. „Wenn ein Mann über zwei bis drei Tage hinweg eine Körpertemperatur von über 38 Grad hat, dann werden die Hoden stark erhitzt“, sagt Hans-Christian Schuppe, Androloge am Universitätsklinikum Gießen in einem SPIEGEL-Interview.

„Die Spermienproduktion kann vorübergehend soweit zusammenbrechen, dass vier bis zwölf Wochen nach dem Fieber keine Spermien mehr im Samenerguss zu finden sind.“ Der Grund: Die Reifung neuer Spermien dauert rund drei Monate. So lange kann es also unter Umständen dauern, bis das Spermiogramm wieder so ausfällt wie vor dem Infekt.

Der Eisprung verzögert sich

Bei Frauen wirkt sich hohes Fieber nicht ganz so gravierend auf die Fruchtbarkeit aus. Die Qualität der Eizellen, die im Körperinneren ohnehin höhere Temperaturen gewöhnt sind, verschlechtert sich dadurch nicht. Allerdings kann sich durch eine Krankheit der Eisprung verzögern, sodass es schwieriger ist, die fruchtbaren Tage zu erkennen.

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Mehr Licht, mehr Gesundheit – das Frühjahr bietet neue Chancen für eine baldige Schwangerschaft.

Frühjahr macht fruchtbar

Auch wenn der Winter mit seinen Infekten eine Schwangerschaft erschweren kann – das Frühjahr wartet dafür mit umso besseren Chancen. Eine israelische Studie hat gezeigt, dass künstliche Befruchtungen im Frühjahr am aussichtsreichsten sind. Der Forscher Nathan Rodschanski führt das darauf zurück, dass „eine hohe Zahl von Stunden mit Tageslicht sich positiv auf die Rate der Befruchtungen und die Gesundheit der Embryos auswirkt“.

Foto: © Olga Mishyna / Fotolia.com

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