In unseren Oktober-News geht es um eine gefloppte Kinderwunsch-Kampagne und eine aktuelle Studie über Kinder, die per ICSI gezeugt wurden.

Der steinige Weg zum Wunschkind

Nicht immer haben die Paare mit dem größten Kinderwunsch auch die beste Fruchtbarkeit. Eine junge Frau aus Wiesbaden hat diese ernüchternde Erfahrung machen müssen. Nach einem Jahr ungewollter Kinderlosigkeit fand das Paar heraus, dass sein Spermiogramm viel zu schlecht ist. Durch eine ICSI wurde sie schwanger, doch das erste Kind kam viel zu früh zur Welt. Nun bastelt das Paar mit Hilfe des Kinderwunschzentrums an einem Geschwisterchen – Ausgang offen.

Fragwürdige Kinderwunsch-Kampagne

Nachdem in Dänemark Werbespots Lust auf mehr Kinder machen sollten, hat sich auch Italien an einer Kinderwunsch-Kampagne versucht. Doch statt Kindersegen regnete es massive Kritik. Sprüche wie „Fruchtbarkeit ist ein Gemeingut“ und Plakate nur mit weißen, jungen Pärchen kamen nicht gut an bei der Zielgruppe. Viele meinen statt dessen, dass es am schlecht finanzierten Sozialsystem läge, dass Italien mit durchschnittlich 1,37 Kindern pro Frau Schlusslicht in Europa ist.

Wenn Unfruchtbarkeit vererbt wird

Eine aktuelle, in Belgien veröffentlichte Studie hat erstmals den Nachweis erbracht, dass Jungen, die wegen der schlechten Spermien-Qualität ihrer Väter per ICSI gezeugt wurden, als Erwachsene selbst ein eingeschränktes Spermiogramm aufweisen. Konkret fanden die Forscher heraus, dass diese Männer „nur über rund die halbe Sperma-Konzentration und eine um zwei Drittel geringere Spermien-Anzahl“ verfügen. Daher kann es durchaus sein, dass durch eine ICSI entstandene Männer selbst eine Kinderwunsch-Behandlung benötigen, um ein Baby zu zeugen.

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